Andreas Fährmann 73272 Neidlingen  www.andreasfaehrmann.de
Wärme & Strom von der Sonne

Mit der Sonne steht uns eine unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung. Dabei werden, anders als bei der Verbrennung fossiler Energieträger, keinerlei Schadstoffe frei. Der Einsatz von Solaranlagen hilft unserer Umwelt und Ihrem Geldbeutel. Die Photovoltaik – also die Gewinnung elektrischen Stroms direkt aus Tageslicht – ist deshalb eine elegante und moderne Möglichkeit, kostengünstig Energie und Wärme zu erzeugen. Nutzen Sie unsere Erfahrungen bei der Projektierung und Errichtung von Solaranlagen zur Heizungsunterstützung oder Brauchwasserbereitung.
Hochwertige Solarstromanlagen arbeiten mehrere Jahrzehnte lang und erzeugen nicht nur bei direkter Sonneneinstrahlung elektrischen Strom, sondern nutzen auch diffuses Sonnenlicht besonders effizient.
Haben Sie Fragen, oder wünschen Sie ein Angebot? Wir sind von Montag bis Samstag für Sie unter der Nummer: 0171 / 1266120 erreichbar.

 

 

 

1 - Betrieb und Wartung einer Solaranlage

Als erstes möchten wir direkt auf die Wartung Ihrer Solaranlage eingehen. Die Solaranlage hat eine Lebensdauer von 20 Jahren und länger.

Wartung der Solaranlage

Zur Sicherheit sollte die  Anlage alle 2 Jahre überprüft werden. Geprüft wird:

  • Allgemeiner Zustand der Solaranlage
  • Zustand der Opferanode sofern vorhanden
  • Ob Luft im System ist
  • Zustand des Wärmeträgers - ist Frostsicherheit gegeben?
  • Fühlerwerte?
  • Anlagendruck

Betrieb der Solaranlage

Im folgenden möchten wir einige Fragen klären, die bezüglich des Betriebs Ihrer Anlage bestimmt für Sie interessant sein werden:

Müssen die Kollektoren auf dem Dach geputzt werden?

Nein! Test haben ergeben, dass selbst bei Anlagen, die schon 16 Jahre in Betrieb waren nur 1% schlechtere Lichtdurchlässigkeit durch die Scheiben der Kollektoren festgestellt wurde.
Nur wenn Sie in einer Gegend mit äußerst hoher Luftverschmutzung liegen (z.B. Autobahn, Diesellokverkehr..) dann kann eine Reinigung der Kollektoren sinnvoll sein, jedoch nur wenn dies nicht Ihre eigene Sicherheit gefährdet!

Die Kollektoren sind von Innen beschlagen - ist das schlimm?

Ein Dunstfilm tritt aufgrund von Temperaturunterschieden im Kollektor und der Außenluft auf. Insbesondere geschieht dies am frühen Morgen (oft im unteren Drittel des Kollektors).
Sollte der Dunstfilm nicht im Laufe des Vormittages verschwinden, oder jeden Tag vorzufinden sein, so ist möglicherweise der Kollektor undicht.

Habe ich bei Besuch genug warmes Wasser?

Ja. Sollte zu wenig warmes Wasser im Speicher sein, dann wird das zusätzlich benötigte "kühlere" Wasser durch Ihre Nachheizung wieder erhitzt, wie es nötig ist.
Haben Sie die Nachheizung im Sommer ausgeschaltet und bekommen Sie länger / mehr Besuch und damit höheren Warmwasserbedarf, so schalten Sie die Nachheizung des Wassers einfach für diese Zeit wieder ein!

Was passiert, wenn ich in den Urlaub fahre?

Lassen Sie in jedem Fall die Solarregelung eingeschaltet!
Sonst gibt es nicht zu beachten, da alle Anlagenteile so ausgelegt sind, dass die Anlage keinen Schaden nehmen kann, wenn kein warmes Wasser abgezapft wird.

Aber was passiert denn wenn die Anlage zu heiß wird?

Ist der Speicher heiß genug, dann wird der Wärmeträger nicht mehr durch die Kollektoren gepumpt und "steht still". Dies passiert auch wenn der Strom oder die Pumpe selber einmal ausfallen sollte.
Der Wärmeträger kann nun so heiß werden (durch die weitere Sonneneinstrahlung), dass er kocht und zu Dampf wird. Das Ausdehnungsgefäß der Solaranlage verhindert nun, dass Schaden entsteht. Das Gefäß nimmt das Volumen des Dampfes auf - und wenn die Anlage abkühlt gibt das Gefäß auch wieder das Volumen frei.
Sollte das Ausdehnungsgefäß richtig ausgelegt sein, wird das ganze "Dampfvolumen" aufgenommen. Ist das Gefäß zu klein entweicht etwas Druck über das Sicherheitsventil - hier muss möglicherweise später neuer Frostschutz (also Wärmeträger) in den Kreislauf gefüllt werden.

Und was geschieht bei Frost?

Platzen können die Leitungen nicht, da der Wärmeträger anstatt einzufrieren nur zu einem zähen Eisbrei wird (auch das erst unter -20°C). Ansonsten kann die Anlage auch bei Minusgraden Sonnenwärme benutzen um den Speicher zu erwärmen - wenn auch nur um einige Grad - aber man spart hier zumindest an der Nachheizung!

... auf der nächsten Seite informieren wir noch ein wenig über die Funktions- und Erfolgskontrolle Ihrer Solaranlage...

2 - Funktions- und Erfolgskontrolle

Zuerst einmal zur Funktionskontrolle - also ein kurzer Check, ob Ihre Anlage überhaupt läuft und einen Ertrag liefert.

Funktion kontrollieren - 4 Punkte-Kontrolle

1. Prüfen Sie, ob die Pumpen arbeiten.

Normalerweise haben die Solarregler eine Kontrollampe um zu sehen ob die Pumpe läuft. Ist eine Durchflussanzeige vorhanden, sollte diese anzeigen, wenn die Pumpe läuft.
Ansonsten kann man meist auch die Pumpen hören oder die Vibration bei laufender Pumpe fühlen.
Ist die Pumpe sehr laut ist wahrscheinlich Luft in der Anlage. Entlüften Sie diese - bzw. lassen Sie die Anlage entlüften.

2. Temperaturunterschied des Wärmeträgers

Oft sind 2 Thermometer vorhanden. Eines zeigt die Temperatur des Wärmeträgers beim Fließen zum Speicher - das andere beim Wegfließen VOM Speicher WEG.
Der Temperaturunterschied sollte hier zu sehen sein. 7-19K oder 24-40K bei low-flow-systemen.

3. Anlagendruck

Das sogenannte Manometer zeigt den Anlagendruck und sollte im grünen Bereich sein.

4. Solarregler

Ist der Solarregler eingeschaltet und auf Automatikbetrieb?
Wenn Sie möchten können hier auch oft bestimmte Werte abgelesen werden: Temperatur im Kollektor, im Speicher, Pumpe an oder aus...

Nun kommen wir zur Erfolgskontrolle Ihrer Anlage - also wieviel Energie konnte gewonnen werden?

Erfolgskontrolle

Die simpelste Erfolgskontrolle ist wohl das Abschalten der Nachheizung im Sommer. Gas- oder Ölnachheizung ist ausgeschaltet und Sie haben trotzdem genug Warmwasser? Hervorragend! Dieses Warmwasser ist 100% solar aufgeheizt!

Möchten Sie genauere Werte, so brauchen Sie einen Wärmemengenzähler, der zählt, wieviel Energie von der Solaranlage kommt. Dann können Sie mit folgender Rechnung den Erfolg Ihrer Anlage kontrollieren:

  • Wärmemenge über einen bestimmten Zeitraum ablesen. z.B. über 30 Tage = 450kWh
    1 Tag = 15 kWh

    Gesamtfläche Kollektor = 5 m²
    7 m² = 15 kWh pro Tag
    1 m² = 2,14 kWh pro Tag

    Bei einem Einstrahlungswert der Sonne von 4,8 kWh entsprechen 2,14 kWh einem Deckungsgrad von ca. 44%.
    30-50% sind normal bei thermischen Solaranlagen.

Die Einstrahlungsdaten für der Sonne entnehmen Sie entweder Fachzeitschriften (z.B. "Photon", "Sonnenenergie")